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Die Nacht, ein Fahrrad und dunkle Gedanken

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Was für ein Wortspiel!  Tatsächlich beschreibt diese Überschrift mein komplettes Wochenende. Nach einer chaotischen Woche (ich gehöre noch immer dem Systemrelevanten Arbeitskreis an), dürstete es mir nach einem Abenteuer, einfach raus aus dem Alltag.  Der für mich wichtigste Termin dieser Woche stand am Samstagabend an,  ein Nightride in den Harz. Ganz allein! So wurden die Bikepacking Taschen gepackt, die Route gecheckt und alles was in dieser Nacht  passieren könnte, im Kopf durchgespielt. Taschen packen ist vor so einer Tour nicht einfach, denn Haben ist bekanntlich besser als Brauchen !  Und natürlich durfte die Flasche Bier als Nervennahrungen nicht fehlen. Denn tatsächlich hatte ich sehr viel Respekt vor den bevorstehenden 60 Kilometer quer durch den Harz. Los ging es nach dem Abendessen. Ein herrlicher Sonnenutergang begleitete mich bis zum Rande des Mittelgebirges. Mit Einbruch der Dunkelheit, welche für mich irgendwie viel zu früh kam, ging es in d

Heimweh kann böse sein

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Passend zum gestrigen Beitrag, wie wir in einer Zeit von Ausgangssperre und #wirbleibenzuhause,  kleine Fahrrad - Projekte in die Realität umsetzen können, suchte mich heute plötzlich und unerwartet das Fernweh heim. Aber eigentlich ist das kein Fernweh mehr, sondern Heimweh!!! Handeln tut es sich um den für mich bedeutendsten Jahreshöhepunkt ,,Schlaflos im Sattel" . Und ja ... erwischt ...ich kann mich so gar nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass ich in diesem Jahr in das geliebtes Erdbeertal nicht heimkehren darf. Also hole ich mir das Erdbeertal einfach in den Garten, als Wegweiser, denn mit einem Wegweiser sind bekanntlich ja Abenteuer, Erinnerungen und Ziele verbunden. Immer wenn ich nun daran vorbei laufe, machen sich die vielen tollen Erlebnisse und Touren, verbunden mit den besten Menschen dieser Welt, in mir breit. Das tut gut! Und sind wir mal ehrlich, letztendlich sind es lächerliche 428km bis Weidenthal! Allein für den Kopf ist man ja schon fast zuhause w

Wenn nicht jetzt, wann dann?

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Eines vorab, ich befinde mich nicht im Homeoffice und gehöre zu einer Berufsgruppe, welche auch in dieser, für uns alle schwierigen Zeit, in Vollzeit arbeiten geht.  Dennoch schaffe ich es an den Wochenenden die Werkstatt aufzuräumen oder beginne Fahrrad-Projekte, welche ich eine gefühlte Ewigkeit vor mir herschiebe, in die Realität umzusetzen.  Ein alter Kinderanhänger soll zu einem Lastenanhänger umgebaut werden, mein Chopper-Fahrrad (Cruiser) benötigt mal wieder etwas Feinschliff, das Surly soll bald ohne Schläuche sein und überhaupt hab ich ständig neue Ideen und Fahrrad Projekte im Kopf!  In dieser Zeit, in der Corona unser Leben bestimmt, kann basteln manchmal  ganz hilfreich sein. Mir jedenfalls hilft es sehr, wenn ich abseits jeglicher sozialen Kontakte an meinem geliebten Fahrrad schraube und von den Tagen träume, als ich mit den Kumpels auf dem Mountainbike durch die Wälder zog.  Natürlich voller Hoffnung, dass es bald so wieder sein wird! Also ran an die Arbeit, ab

Pendix, mein Projekt für das Jahr 2020

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Stell Dir vor Du hast Dir vor ein paar Jahren ein Bio-Bike gekauft, hast es immer gut behandelt, stets gepflegt und möchtest es nicht mehr hergeben. Vielleicht hat es von Dir  sogar schon einen Namen bekommen und Du hast auf ihm, Deinem Herzstück,  die grandiosesten Erlebnisse erleben dürfen. Und plötzlich hegt sich in Dir der Wunsch ... nach einem E-Bike! Vielleicht ist es aber gar kein Wunsch, sondern die Typen mit denen Du Sonntags gemütlich die Landstraßen oder Waldwege unsicher gemacht hast, fahren plötzlich Alle elektrisch, immer mit einem 25er Schnitt und das auch noch bei einer Reichweite, wo Ihr früher zwischendurch in den Zug gestiegen wärt. Manchmal sind es jedoch auch gesundheitliche oder körperliche Einschränkungen welche einen veranlassen, auf ein E-Fahrrad umzusteigen. Wie auch immer, die Tatsache das Euer geliebtes Bio Bike nun zum Brötchen Rad umfunktioniert wird oder Ihr es für ein paar Groschen bei Ebay verschleudert, liegt so ziemlich auf der Hand! Stimmts?

Social Distancing

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Jedes Risiko birgt immer auch Chancen, so ist dass immer im Leben! In Zeiten einer Pandemie, die nun nicht mehr nur vor der Tür steht, in einer Zeit, in der das Händewaschen und das einfach vor der Glotze sitzenbleiben viele erwachsene Menschen vor unüberwindbare Aufgaben stellt, sehe ich nun eben auch die Chance, mal in "alten Kisten" zu kramen. Es begab sich zu einer Zeit, es war der 07. September 2014, da brach ich auf, um allein (social distancing) mit dem Rad nach Polen, genau genommen nach Chobie (Koben) einem kleinen Ort nahe der Stadt Opole(Oppeln) im wunderschönem Schlesien zu reisen.  Es war eine Reise in die Vergangenheit und zugleich in eine so nicht zu erwartende Zukunft. Der Plan, dort einmal mit dem Rad hinzureisen keimte schon einige Jahre.  Ein Reise in die Vergangenheit sollte es insofern werden, als dass der Urgroßopa meiner Kinder hier sein Elternhaus hatte und er auch hier seine Frau kennen und lieben gelernt hatte.  Am Ende hing

Die Zeiten ändern sich

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und noch nie änderte sich die Zeit so schnell wie heute! Corona hat uns fest im Griff. Ich fange diesen Beitrag bereits zum zehnten mal an. Schreiben, löschen, schreiben. Ich gebe es auf, bin zu sehr emotional dabei! Danke Christian, Du hast es auf den Punkt gebracht! Solidarität ,  noch mehr Solidarität ,  #bleibtverficktnochmalineurerhood ,  Passt gut auf Euch und Eure Mitmenschen auf! P.S. Um Euch und uns das Warten auf die Normalität zu erleichtern, kramen wir in unseren Kisten. Wir kramen nach Bildern, Berichten und Geschichten rund ums Radfahren! Mal schauen was wir so finden und mit welchen Erlebnissen wir Euch in den nächsten Tagen und Wochen versorgen können! Also schaut immer mal hier rein oder schickt Eure Geschichte an redaktion@ritzelzeit.de ! Wir würden uns sehr freuen und Euren Beitrag schnellstmöglich veröffentlichen! Viele Grüße Alf

Das Traumpaar des Jahres

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...der deutschen Bikeszene seht ihr da oben auf dem Bild.  Links Nadja, deutsche Meisterin bei Schlaflos im Sattel 2018 sowie Vizemeisterin 2019, gestartet für das Team Auebiker und rechts eine wunderschöne rote Rikscha.  Was für ein herrlicher Anblick! Achja der Typ da links auf dem Bild muss wohl Ihr neuer Ehemann Martin sein.  Er startet bekannterweise ja für ein anderes Team.  Das kommt davon Martin, da musst Du jetzt durch! Jedenfalls sind sie nun das einzigste Ehepaar, welches sich pünktlich zu Phatys Startschuss beim legendären Nachtrennen in der Pfalz, die darauffolgende komplette Nacht bis zum Morgengrauen nicht mehr kennt! Erst nach dem Zieleinlauf, wenn Nadja dann wieder die Trophäe für die Auebiker in der Hand hält und Martin ein weiteres mal leer ausgeht, dann ...aber erst dann....ist der Haussegen des darauffolgenden Jahres bis zum nächsten Startschuss gerettet.  Spaß beiseite Ihr Zwei, bleibt wie Ihr seid, erfüllt Euch weiterhin alle Träume und lasst es krache